Wie alles begann

Der Wunsch, Verwundeten (nach einer Schlacht) eine angemessene medizinische Versorgung zukommen zu lassen, war das ursprüngliche Motiv für die Gründung des Roten Kreuzes.

In 1859 kam es bei der italienischen Stadt Solferino zu einer Schlacht zwischen der Österreichischen Armee und den Streitkräften Frankreichs und Sardinien-Piemonts. Die vielen Verwundeten, die nach der Schlacht dringend einer medizinischen Versorgung bedurft hätten, blieben weitestgehend sich selbst überlassen – mit verheerenden Folgen für ihr Leben.

Der Schweizer Geschäftsmann Henry Dunant, der als Augenzeuge zutiefst betroffen von diesen Ereignissen war, verdichtete seine Beobachtungen in dem 1862 publizierten Buch „Eine Erinnerung an Solferino“ und erarbeitete darin gleichzeitig Vorschläge zum Umgang mit Verwundeten in Kriegen, die vielfach Gehör fanden:

  • In 1863 wurde in Genf das Internationale Komitee der Hilfsgesellschaften zur Verwundetenpflege gegründet, das seit 1876 den Namen Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) trägt.
  • Zudem waren seine Ideen Anlass zum Beschluss der Genfer Konvention (1864)

Heute, mehr als 150 Jahre später, erinnert nichts mehr an den militärischen Ursprung der Idee von Erster Hilfe und Ersthelferausbildung – obwohl der Kerngedanke der gleiche geblieben ist: Menschen in einer (medizinischen bzw. humanitären) Notsituation schnellstmöglich die Hilfe zukommen zu lassen, derer sie bedürfen!